Früher galt die Gicht als die Krankheit der Könige, weil sie sich auf die kleine Gruppe der im Nahrungsüberfluss Lebenden beschränkte. In Notzeiten mit Mangelernährung kommt die Gicht sehr selten vor, in den heutigen Wohlstandsgesellschaften häufiger.

Die Gicht ist im medizinischen Sinne ein Sammelbegriff für eine Stoffwechselstörung sowie deren Folgekrankheiten. Ursächlich ist dabei immer ein erhöhter Harnsäurespiegel. Unter den Begriff Gicht fallen die Stoffwechselstörung Hyperurikämie (Erhöhung des Harnsäurespiegels), der Gichtanfall verschiedener Gelenke, meist des Großzehengelenks, sowie die Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben. Ursachen sind genetische Defekte, purinreiche Ernährung (Innereien, manche Fischsorten), Nierenfunktionsstörungen und Krankheiten mit gesteigertem Zellzerfall.

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